La Dolce Vita in Bella Italia

Entdeckungsreise nach Kalabrien und Sizilien | Ein Reisebericht von Elena Kuchler

La Dolce Vita in Bella Italia

Italien war schon immer mein Lieblingsland. Hat man mich als Kind gefragt, wo ich im Sommer die Ferien verbringen möchte, war Italien die Antwort.

Früher waren meine Ziele die Adria und Apulien, jetzt ist es Kalabrien.

Italien hat so viel mehr zu bieten als Pizza, Pasta und Fußball!

Je weiter man den Stiefel nach unten fährt, desto schöner und leerer werden die Strände, desto schöner wird die Landschaft und desto sauberer wird es auch.

Im Oktober 2015 durfte ich mit FTI und der Willy Scharnow Stiftung zum zweiten mal nach Kalabrien und die Stiefelspitze erkunden. Ein besonderes Highlight auf dieser Reise war für mich eine Nacht auf Sizilien und ein Nachmittag in Taormina, einem kleinen Städtchen an der Ostseite der Insel.

Taormina verzaubert seine Besucher mit seinem typisch italienischen Charme. Vom Busparkplatz aus läuft man eine schmale Straße nach oben zum „Porta Messina“, dem alten Stadttor. Geht man durch das Tor, befindet man sich direkt in den schmalen Gassen der Stadt.

Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten ist das antike Theater, von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf den Ätna.

Am Nachmittag setzten wir mit der Fähre wieder über die Straße von Messina, zurück aufs Festland.

An der Küste entlang fuhren wir zu unserem nächsten Ziel, Tropea, auch die Perle Kalabriens genannt. Für mich ist es eine der schönsten Städte des ganzen Landes, denn Tropea verbindet alles: Strand, Kultur, wunderbares Essen, schöne Hotels und Tradition.

Unser Hotel für die nächsten drei Nächte war das LABRANDA Rocca Nettuno Tropea. Das Hotel liegt auf einer Steilküsten, die so typisch sind für die Region, und bietet einen atemberaubenden Fernblick über das Meer. Mit etwas Glück ist die Sicht so gut, dass man in der Ferne die liparischen Inseln und den Stromboli erkennen kann. Zum hoteleigenen Strand muss man 135 Stufen hinab steigen – oder man nimmt den Aufzug.

Tropea selbst verzaubert seine Besucher mit schmalen Gassen, zahlreichen kleinen Cafés und Restaurants und wunderschönen Ausblicken auf das azurblaue Mittelmeer. Der Stadt vorgelagert, auf einer kleinen Halbinsel, steht das wohl bekannteste Postkartenmotiv von Tropea: die Wahlfahrtskirche Santa Maria dell‘Isola.

Ein kleiner Geheimtipp ist das Restaurant Pimm‘s. Das Restaurant ist einer Seitenstraße versteckt und befindet sich in einem alten Gewölbekeller, die Fenster an der Stirnseite des Restaurants gehen jedoch aufs Meer hinaus. Das Restaurant ist klein und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet: Torbögen aus Naturstein, weiß getünchte Wände, elegant eingedeckte Tische, dazu himmlisches Essen und von dem Ausblick bekommt man nicht genug.

Als Spezialität gelten in Kalabrien nicht nur Pizza und Pasta, sondern auch die milde rote Zwiebel „Cipolle rosse“. Diese findet man hier überall, in Soßen, auf der Pizza, im Salat und sogar als Brotaufstrich.

Um die Schönheit dieses wunderbaren Fleckchens besonders zu genießen, lohnt sich ein Ausflug zum Capo Vaticano. In dem kleinen Lokal, das sich oben auf der Steilküste des Kaps befindet, kann man einen Cappucchino genießen und bei gutem Wetter einen grandiosen Ausblick: Vor einem liegt das Mittelmeer und bei guter Sicht sieht man die liparischen Inseln und Sizilien.

Am letzten Tag, auf dem Weg zum Flughafen, stand noch ein Stopp in Pizzo auf dem Plan. Mit seinen engen, verwinkelten Gassen ist dies einer der romantischsten Orte Kalabriens. Malerisch auf einer steilen Felsklippe über der Küste gelegen, besticht Pizzo durch viel Flair und Atmosphäre. An den zahlreichen Gelaterias auf dem Marktplatz kommt keiner vorbei. Mein Tipp: Unbedingt das Originale Tartufo-Eis probieren! Diese Eisspezialität wurde hier kreiert und schmeckt nur hier so herrlich nach Haselnuss und Schokolade.

Wenige Kilometer von Pizzo befindet sich noch eine Sehenswürdigkeit, die wir nicht verpassen wollten: die Höhlenkirche Chiesetta di Piedigrotta. Der Legende nach wurde sie im 17. Jahrhundert von Seeleuten errichtet, um sich bei der Heiligen Maria für ihre Rettung zu bedanken. Die Höhle und die Heiligenfiguren wurden von Hand in den Tuffstein gegraben. Man sollte allerdings beachten, dass es keine Beleuchtung in der Höhle gibt. Wir waren erst sehr spät am Tag dort und es war entsprechend dunkel.

Dafür erlebten wir einen atemberaubenden Sonnenuntergang, der die Bucht vor der Höhlenkirche in Rosa und Lila tauchte. Nur ungern verabschiedeten wir uns von diesem magischen Ort, um zum Flughafen zu fahren.

Für mich steht wieder einmal fest, dass ich nicht das letzte Mal in Italien war, auf diesem schönen Fleckchen Erde!