Die Ostküste Australiens

Atemberaubende Strände und eine faszinierende Unterwasser- und Tierwelt | Ein Reisebericht von Kristina Beier

Die Ostküste Australiens

Unser siebenwöchiger Trip entlang der Ostküste von Australien beginnt in Melbourne. Die Hauptstadt des Bundesstaates Victoria ist bekannt für ihre lebendige Musik- und Kunstszene und ihre häufig stattfindenden Festivals und Events.

Mit einem gemieteten Campervan machen wir uns auf in Richtung Great Ocean Road. Diese zählt zu den schönsten Straßen der Welt und führt unter anderem an den 12 Apostles vorbei. Von den ursprünglich zwölf im Meer stehenden Kalksteinfelsen sind allerdings nur noch acht verblieben. Da man alle acht nur aus der Luft zu sehen bekommt, gönnen wir uns einen Helikopter-Rundflug, der uns faszinierende Ausblicke beschert.

Nach diesem kurzen Abstecher in Richtung Süd-Westen fahren wir zurück nach Melbourne und weiter in Richtung Osten, an der Mornington Halbinsel vorbei und über eine Brücke auf die Phillip Island. Die Insel ist vor allem für ihre „Penguin Parade“ berühmt: Jeden Abend watscheln hunderte von Zwergpinguinen den Strand hinauf zu ihren kleinen Holzhäuschen in den Sanddünen, welche die Ranger im Phillip Island Nature Park zum Schutz der Tiere aufgestellt haben.

Von der Insel fahren wir weiter zum Wilsons Promontory, dem wohl spektakulärsten Nationalpark in Victoria mit langen Sandstränden und Wanderwegen zu tollen Aussichtspunkten.

Kurz darauf überqueren wir die Grenze zu New South Wales und besuchen den Murramarang National Park, in dem zahme Kängurus leben, die sich sogar streicheln lassen.

Neben weiteren tollen Nationalparks, die wir auf unserem Weg nach Sydney passieren, machen wir auch einen Stopp in der Jervis Bay. Sie ist ein idealer Ausgangspunkt für Bootstouren, auf denen man Delfine beobachten kann.

Die multikulturelle Metropole Sydney ist die bevölkerungsreichste Stadt Australiens. Zu den Highlights zählen, neben dem Sydney Opera House und der Harbour Bridge, auch der bei Touristen sehr beliebte Bezirk Darling Harbour und der Bondi Beach.

Unsere letzten Tage im Bundesstaat New South Wales verbringen wir in den Küstenstädten Port Stephens und Port Macquarie, in Coffs Harbour, welches für seine zahlreichen Bananenplantagen bekannt ist, sowie im Hippie-Dörfchen Nimbin und im Badeort Byron Bay. Letzterer besticht durch traumhafte Strände und eine relaxte Atmosphäre und ist vor allem bei Backpackern außerordentlich beliebt.

Von Byron Bay aus überqueren wir die Grenze zum Bundesstaat Queensland. Als erstes steht für uns die Stadt Gold Coast auf dem Programm, auch bekannt als Surfer‘s Paradise, die eine markante Skyline vor kilometerlangem Sandstrand besitzt.

Unser nächster Stopp ist Brisbane, die Hauptstadt von Queensland und meine persönliche Lieblingsstadt. Von hier aus bietet es sich an, eine Fähre zu nehmen und die umliegenden Inseln Bribie Island, Stradbroke Island und Moreton Island zu erkunden. Letztere verfügt über das Tangalooma Resort, welches, neben Unterkünften natürlich, auch zahlreiche Aktivitäten am Strand anbietet und das Füttern von wilden Delfinen ermöglicht.

Entlang der schönen Sunshine Coast reisen wir weiter bis nach Hervey Bay, von wo aus wir im Rahmen einer geführten Tour die Fähre nach Fraser Island nehmen. Fraser Island ist die größte Sandinsel der Welt und darf nur mit Geländewagen befahren werden. Hier machen wir unzählige Wanderungen, fahren mit 80 km/h am Strand entlang, besichtigen das 100 Jahre alte Maheno Schiffswrack und baden im kristallklaren Lake Mckenzie.

Unsere nächste Etappe führt uns fast 900 Kilometer weiter Richtung Norden bis nach Airlie Beach. Hier gehen wir für drei Tage an Bord eines Segelbootes, mit dem wir die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef erkunden und bestaunen dürfen. Mein absolutes Highlight dieses Segeltörns ist der Whitehaven Beach, der als einer der weißesten und schönsten Strände der Welt gilt. Aber auch das Schnorcheln im Great Barrier Reef ist unbeschreiblich schön, denn hierbei kommt man sich vor wie in einem Aquarium mit vielen bunten Fischen.

Zurück in Airlie Beach, unternehmen wir noch einen Rundflug über die Whitsunday Islands und das Great Barrier Reef bis zum berühmten Heart Reef. Von oben ist dieses Naturschauspiel noch viel beeindruckender.

Unsere Reise führt uns noch ein Stück weiter die Ostküste hinauf bis ins tropische Townsville, von wo aus wir die Fähre nach Magnetic Island nehmen. Dort gibt es ein Schutzgebiet für Koalas und man darf die putzigen Bären sogar knuddeln.

Weitere 350 Kilometer nördlich (für Australien überhaupt keine Entfernung) wandern wir durch die Atherton Tablelands, zu unzähligen Wasserfällen, und verbringen anschließend ein paar entspannte Tage in der nahe gelegenen Küstenstadt Cairns.

Dort runden wir unsere Traumreise mit einem Fallschirmsprung aus 4500 Metern Höhe ab. Ganze 60 Sekunden freien Fall haben wir Zeit, die Küstenlandschaft rund um Cairns zu bewundern.

Australien, ich habe mein Herz an Dich verloren.